| Übrigens:
die Friesen bauen nicht nur Riesen. Auch feine Kleine. Denn während
einmal immer größere Schiffe von den auf Massentourismus
spezialisierten Reedereien in Auftrag gegeben werden, setzen andere
Companies vermehrt auf kleine, speziell für bestimmte Zielgruppen
maßgeschneiderte Einheiten. Getreu nach dem Motto: Jede Bewegung
hat eine Gegenbewegung. Große Beachtung findet die kürzlich
fertig gestellte "Sun Bay", die auf der Cassens-Werft
in Emden entstanden ist. Dieser hierzulande von Columbus Seereisen
in Hannover angebotene 3000-Tonner neben den Riesen ein Winzling
, sieht wie eine Privatyacht aus. Und auch an Bord mit maximal
96 Gästen kann sich ein Wie-Onassis-Gefühl einstellen, denn
bei der Ausstattung ist das Streben nach Bestform erkennbar. Mit Preisen,
die, wie bei populären Karibikkreuzern, im mittleren Bereich
angesiedelt sind, wird dieses Schiff schnell seine Liebhaber finden.
Eine Schwester mit einer "2" hinter dem Namen soll im nächsten
Jahr folgen. Für die Cassens-Werft, die in der Vergangenheit
etliche Bäderschiffe gebaut hat, ist dies ein Einstieg in die
Kreuzfahrt. Und man kann sicher davon ausgehen, dass Emden wieder
zum Zuge kommt wenn die Konzeption der "Sun Bay"
angenommen wird. Schließlich haben sich mit interessanten Spezialeinheiten
in der Vergangenheit bereits mehrere Werften profiliert. Und da sind
wir wieder bei Meyer.
In Papenburg entstanden auch diverse Fähren. Dazu zählt
sozusagen als Krönung die "Silja Europa",
die mit 60 000 Tonnen bis vor kurzem größenmäßig
weltweit die Nummer eins war und auf deren Planken zum ersten Mal
die Hamburger-Kette McDonald's eine Hochsee-Filiale eröffnete. |
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Bild: Hans H. Weißer
Autor:
Peter Tönnishoff, Chefredakteur des Magazins "Welcome
Abord", Augustdorf
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